Aus Krisen in Bewegung kommen
In der Beziehungsarbeit mit unseren Klienten ist unsere Persönlichkeit das alles entscheidende Handwerksinstrument. Dieses Instrument ständig zu stimmen und zu reflektieren hilft uns mit unausweichlich eintretenden Verstrickungen und Verwicklungen umzugehen und handlungsfähig zu bleiben. Auch in gut funktionierenden Teams entsteht immer wieder die Notwendigkeit, zur eigenen Standortbestimmung und um die Beziehungsarbeit in Fluss zu halten externe fachliche Unterstützung hinzuzuziehen. In Einzel-, Team- oder Fallsupervisionen biete ich einen geschützten Rahmen, um alle Aspekte des Arbeitslebens zu reflektieren.
Ich kann nur mich selbst verändern,
niemals den anderen
Allzu oft neigen wir in unserer praktischen Arbeit zu einer den Klienten instruierenden Herangehensweisen. Dabei taucht in der praktischen Arbeit oft das Problem auf, dass sich der Klient gegen jegliche Veränderung sträubt und massiven Widerstand aufbaut, je hartnäckiger wir insistieren. Da jegliches Verändern-Wollen von außen die ICH-Syntonität des Klienten bedroht, ist eine Abwehrreaktion gesund. Als Helfer ermüdet man irgendwann in seinem (gefühlt vergeblichen) Tun an diesen Nicht-Veränderungen, an den massiven Widerständen und reagiert enttäuscht, verärgert oder gar sarkastisch.
Veränderung ist möglich.
Wie kann Veränderung unter Berücksichtigung dieser Gesetzmäßigkeiten dennoch gelingen? Welche Rolle können wir als Helfer einnehmen ohne uns selbst dabei zu erschöpfen und/oder in eine resignative Haltung zu verfallen?
Eine nachhaltige Veränderung jedoch kann nur die sein, die der Klient aus eigener Erkenntnis, aus eigenem Antrieb und Motivation herbeigeführt hat. Wir können niemanden instruieren, jedoch sehr wohl Ideen und Impulse als Vorschlag anregen. Werden solche Spannungsfelder aus unterschiedlichen Blickrichtungen betrachtet, können sie gleichsam gewinnbringend für alle Beteiligten bearbeitet werden. Supervision gehört deshalb heute zum professionellen Standard.
Grenzziehung als Selbstmanagement
Wer in helfenden Berufen arbeitet, wird unausweichlich an die eigenen persönlichen Grenzen geführt und bewegt sich kontinuierlich im Spannungsfelde zwischen natürlicher, gesunder Abgrenzung und Empathie und Engagement. Die eigenen Grenzen zu kennen und sich vor Übergriffigkeit durch Grenzsetzung schützen zu können, gehört zu einer professionellen Berufsrolle.
In der Beziehungsarbeit ist unsere Persönlichkeit das alles entscheidende Handwerksinstrument. Dieses Instrument ständig zu stimmen und zu reflektieren wappnet uns stärker in unseren unausweichlich eintretenden Verstrickungen und Verwicklungen. Die Integration und Verbindung unserer Persönlichkeit mit unserer Arbeit macht gerade die Wärmequalität in unserer Professionalität aus. Supervision bezieht diese Aspekte mit ein, um daraus wieder Perspektiven und Handlungsfähigkeiten mit neuen Impulsen und Kräften zu gewinnen.
Typische Anlässe und Themen
- Reflektieren der eigenen Arbeit / Diagnosefindung
- Beziehungsdynamik zwischen Helfer und Klient klären
- Interessen von Klient, Betreuer, Arbeitgeber und Kostenträger
- Abgrenzung und Selbstfürsorge
- Erweiterung professioneller Kompetenzen
- Umgang mit Ressourcen und Kräften bei hoher Belastung durch berufliche Tätigkeit
- Versuchung widerstehen, den Karren des Klienten zu ziehen
- Seelisch-geistigen Freiraum schaffen, in den der Klient sich hinein entwickeln kann
- Ist Soziale Arbeit ein Kunsthandwerk ?
- Dem »pädagogischen Gefängnis« entkommen